MANDAT UND RESULTAT

Durch intensive Verhandlungen mit dem Verleger Bernd F. Lunkewitz ist es gelungen,
den traditionsreichen Aufbau Verlag zu erhalten und damit eine sanierende Übertragung zu ermöglichen.

Die Ausgangssituation

Der Aufbau-Verlag war seit seiner Gründung 1945 der bedeutendste Verlag der DDR. Im Jahr 2007 erwirtschaftete das Haus einen Umsatz von fast 15 Millionen € und beschäftigte 60 Mitarbeiter. Am 30. Mai des Jahres 2008 stellte die Aufbau Verlagsgruppe den Insolvenzantrag. Hintergrund dafür war, dass die Verlagsleitung die Übernahme weiterer Zahlungsverpflichtungen abgelehnt hatte. Die Begründung: Verleger Bernd F. Lunkewitz hatte den Verlag 1991 von der staatlichen Treuhandanstalt erworben, ohne dass diese im Besitz der Eigentumsrechte war. Was folgte, war ein lange andauernder Rechtsstreit um die Lizenzen und Rechte.

Der Weg zur Sanierung

Das im Jahr 2008 eröffnete Insolvenzverfahren betraf den Rechtsträger, der seit der Wiedervereinigung den bedeutendsten Belletristik-Verlag der DDR fortführte. Denn durch die Fehler der Treuhandanstalt bei der Privatisierung des Verlages war die Insolvenzschuldnerin mit wesentlichen Verlagsrechten nicht ausgestattet worden – infolge dessen bestand zum Zeitpunkt der Insolvenzantragsstellung vor allem mit Blick auf urheberrechtliche Ansprüche keine gesicherte Grundlage für die Fortsetzung des Verlagsbetriebes.

Durch intensive Verhandlungen mit Verleger Lunkewitz, der vom Kulturbund die vor der Wiedervereinigung begründeten Verlagsrechte erworben hatte, konnte es der Insolvenzverwaltung gelingen, den Verlag juristisch abzusichern und damit eine sanierende Übertragung zu ermöglichen. Die Veräußerung an den Berliner Kaufmann Matthias Koch beinhaltete den fast vollständigen Erhalt der über 60 Arbeitsplätze.


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