MANDAT

Die in Köln ansässige börsennotierte DR Real Estate AG sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften sind insolvent. Das im Sommer 2013 eröffnete Insolvenzverfahren geht auf einen Antrag des Vorstandes zurück. In Abstimmung mit dem einstimmigen Votum des Gläubigerausschusses hat das Gericht Rechtsanwalt Thomas Ellrich mit der Insolvenzverwaltung beauftragt.

Die Ausgangssituation

Die DR Real Estate AG sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften waren im Bereich des Immobilienhandels und der Immobilienbewirtschaftung tätig. Die Sanierung der DR-Gruppe ist nach wiederholten Anlaufversuchen in den vergangenen Jahren im Mai 2013 endgültig gescheitert. Seitdem leitet Rechtsanwalt Ellrich die Geschicke der Gesellschaften als amtlich bestellter (vorläufiger) Insolvenzverwalter. Durch gezielte Gläubigeransprachen konnten innerhalb weniger Tage nach dessen Amtsübernahme zahlreiche Liefersperren beteiligter Versorgungsunternehmen aufgehoben und somit die ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Immobilienportfolios wieder hergestellt werden. Insgesamt sind von der Insolvenz 59 bundesweit verteilte Wohn- und Gewerbeimmobilien betroffen, die seit der Antragstellung durch den (vorläufigen) Verwalter in Abstimmung mit den Grundpfandgläubigern betreut und verwaltet werden.

Umsetzung der Gläubigerinteressen

Die Gläubiger haben im Berichtstermin den durch den Insolvenzverwalter gesteuerten Abverkauf des deutschlandweit belegenen Grundvermögens der Gesellschaften der DR-Gruppe beschlossen. Zuvor gelang es dem Verwalter, die laufende Bewirtschaftung der über 2.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten sicherzustellen.

Um einen Verkauf der Einzelobjekte zu ermöglichen, musste der Insolvenzverwalter zunächst deren "Verkaufsfähigkeit" herstellen, wofür intensive Verhandlungen mit den jeweiligen Vor- und Nachranggläubigern erforderlich waren. Unter Einbindung aller Beteiligter konnten binnen weniger Wochen entsprechende Vereinbarungen geschlossen werden, so dass der Beschluss der Gläubiger seit Herbst 2013 sukzessive umgesetzt werden kann und in enger Abstimmung mit den beteiligten Grundpfandgläubigern bereíts zahlreiche Objekte veräußert werden konnten.


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