Mandat und Resultat

Nach Verhandlungen mit den Zollbehörden konnte die Insolvenzverwaltung einen Widerruf der essentiellen Lagererlaubnis verhindern und somit eine sanierende Übertragung des Traditionsbetriebs Fläminger Spirituosen aus Zahna an der Elster ermöglichen. Käufer war ein niederländischer Unternehmer, der zusammen mit den bisherigen Inhabern seitdem erfolgreich fortführt. 

Die Ausgangssituation

Fläminger Spirituosen aus Zahna sind eine Tradition seit 1876. Ein Verkaufsschlager ist der Kräuterlikör "Fläminger Jagd", der allein 2005 rund vier Millionen Mal verkauft wurde. Insgesamt belief sich der Jahresumsatz der Fläminger Spirituosen GmbH im Jahr 2006 auf rund 220 Millionen €. Dennoch musste das Unternehmen im Mai 2006 Insolvenz anmelden, nachdem das zuständige Hauptzollamt aufgrund rückständiger Branntweinsteuer eine Beschlagnahme des Warenlagers verfügt hatte. Verhandlungen mit dem Bund über einen Steuerverzicht waren zuvor gescheitert.

Hochprozentige Übertragung

Durch Verhandlungen mit den Zollbehörden konnte die Insolvenzverwaltung einen Widerruf der für den Betrieb essentiellen Lagererlaubnis nach dem BranntwMonG verhindern – und damit eine sanierende Übertragung ermöglichen. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger wurde ein Bieterverfahren organisiert. Im Ergebnis erfolgte eine Veräußerung an die holländische Firma M. Dirkzwager B.V., die ihrerseits die Produktion am Standort Zahna mit 126 Mitarbeitern fortführte. Und nachdem bereits durch das Verkaufsergebnis eine nennenswerte Insolvenzquote ermöglicht wurde, fokussierte sich das Verfahren anschließend auf Anfechtungsansprüche im Zusammenhang mit den von der Insolvenzschuldnerin geleisteten Branntweinsteuer-Rückzahlungen. 


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