MANDAT UND RESULTAT

Das mittelständische Familienunternehmen Geyer Gruppe mit knapp 450 Beschäftigten und einem konsolidierten Jahresumsatz von knapp 50 Mio. Euro war das erste in der Hauptstadt, welches 2012 von den durch das ESUG eröffneten Möglichkeiten Gebrauch machte. Mittels der Eigenverwaltung gelang mit unserer Begleitung als Sachwalter binnen wenigen Monaten die Insolvenzplan-Sanierung für zwei Berliner Betriebe. Das Dessauer Unternehmen der Gruppe haben im Regelverfahren mit einer knapp zweijährigen Fortführung leitungswirtschaftlich neu aufgestellt und schließlich verkauft.

Die Ausgangssituation

Die Geyer-Gruppe war als mittelständisches Unternehmen seit 1945 in Berlin und seit 2004 in Dessau in den Bereichen Elektronik, Umformtechnik sowie Schaltschrank- und Gehäusetechnik tätig. Nach 2008 brach in Folge der Finanzkrise allerdings die Auftragslage kurzfristig und massiv ein. Belastend war zudem, dass im Dessauer Werk kurz zuvor noch Erweiterungsinvestitionen angelaufen waren. Ein Turnaround gelang nicht mehr. Das Amtsgericht Charlottenburg hat im Herbst 2012 mit der Anordnung eines so genannten Schutzschirmes einer eigenverantwortlichen Sanierung aller Gesellschaften des Unternehmens zugestimmt.    
 

Neu strukturiert und saniert

Joachim Voigt-Salus wurde Ende Oktober 2012 vom Amtsgericht Charlottenburg als Sachwalter bei der Restrukturierung der Geyer-Gruppe Berlin/Dessau eingesetzt. Bezogen auf die beiden Berliner Gesellschaften der Geyer-Gruppe wurden die Insolvenzpläne von den Gläubigerversammlungen unter Zustimmung sämtlicher Gläubigergruppen angenommen: bei der Geyer Umformtechnik GmbH übernahm Geschäftsführer Christian Wolff und bei der Britze Elektronik und Gerätebau GmbH Geschäftsführer Thorsten Reiche zusammen mit der Hadimec AG die Geschäftsanteile.


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