Der in der Hauptstadt angesagte Techno-Club Magdalena stellte sich unter den Schutz des Insolvenzverfahrens. Die Geschäftsführung der Magdalena Betriebsgesellschaft GmbH und der gestern von dem Amtsgericht Charlottenburg eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus, erklärten übereinstimmend, dass der Betrieb fortgesetzt werde. Ziel sei die Sanierung, die voraussichtlich mit einem Insolvenzplan umgesetzt werden könne.

Voigt-Salus betonte, dass der operative Betrieb rentabel sei. Grund der Krise sei, dass der Umbau der Lokation am Standort Alt-Stralau und der Umzug dorthin mit über 2 Mio. Euro höhere Kosten verursachte als geplant: "Diese Lasten konnten aus eigener Kraft nicht aufgefangen werden".

Bis zum Jahr 2012 hat das Unternehmen am Standort an der Schillingbrücke in Friedrichshain wirtschaftlich profitabel und gesund gewirtschaftet, berichtete die Geschäftsführung. Wegen nötigen Lärm- und Brandschutzauflagen sei der Ausbau des neuen Standorts im dem ehemaligen Hafen-Kraftwerk an der Elsenbrücke aufwendiger gewesen als geplant. Der für Ostern 2015 geplante Umzug sei deswegen mit über einem Jahr Verzögerung im März dieses Jahres gelungen. Die Kosten hätten den Etat erheblich überschritten und geplante Umsätze hätten nicht realisiert werden können. Voigt-Salus zeigte sich zuversichtlich, dass mit einem Insolvenzplan diese finanzwirtschaftliche Schieflage beseitigt werden kann.

Der Club setzt mit 50 Arbeitnehmern 3 Mio. Euro im Jahr um. In der Szene wird vor allem die sehr gute Akustik der Soundanlage gelobt.


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